Tag 10: Kantabrische Cliffhanger und das Geheimnis meines Erfolges

Auf dem ersten Teil des Weges nach Castro Urdiales begegne ich vielen Ziegen, älteren, walkenden Männern und anarchistisch anmutenden Sicherheitsrisiken.

Bitte nicht anlehnen.

Erfrischend undeutsche Verhältnisse, die einen daran erinnern, dass Sicherheit nur eine Illusion ist und wir alle sterben werden.

Apropos essen: Ich habe mir hier und da was abgeguckt und mir Gedanken gemacht, wie ich mich ohne Kocher und ohne jeden Tag ein Pilger Menü zu verspeisen, gut und gesund und günstig ernähren kann. Denn bisher ist es so: Mein Rucksack nimmt zu und ich ab. So wird das nix. Meine gesammelte Weisheit: 1kg Mortadella für 2 Euro. Kleiner Scherz. Gutes Getreide. Haferflocken, Kerne, Datteln, getrocknete Früchte (alles regional und bio, gell) und frisches Obst mit rein, in ein leergelöffeltes Schraubglas, das fortan als mobiler Teller dient, mit Wasser und Saft mischen, über Nacht einweichen lassen, voilà: Porridge.

Breakfast for Champions für wenig Geld, nachhaltig, regional, bio.

Abends hänge ich meine Hängematte in den Garten der Pilgerherberge einen Rosenwurf von einer Stierkampfarena auf.

Erinnert sich wer an Ferdinand, den Stier? Kein Tier sollte zur Unterhaltung von Menschen um sein Leben kämpfen müssen.

Heute war wegen früher Ankunft viel Austausch mit anderen PilgerInnen angesagt.. Es entsteht eine sehr heterogene Gemeinschaft. Beeindruckt haben mich die Schuhe von Ski-und Kletterlehrer Danny aus Kärnten, mit denen er schon den ganzen Camino Francés gegangen ist.

Er hat nie Blasen… Und die Schuhe riechen sogar gut!

Bin ich auch schon soweit, meine guten Stiefel über die Klippen zu werfen? Nein. Aber wusstet ihr, dass man Blasen über Blasen bekommen kann?

Disclaimer: Dieser Blogbeitrag kann Spuren von Gluten und Humor enthalten.

2 Kommentare zu „Tag 10: Kantabrische Cliffhanger und das Geheimnis meines Erfolges“

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