Tag 35: Pause, wo alle Caminos zusammenlaufen

Heute bleibe ich im Bett in Arzúa. Zweimal verlasse ich es. Einmal, um mir in der Apotheke Baldrian, Vitamin D3 und Ibuprofen zu kaufen.

10 Grad Celsius.

Und einmal, um meinen Weggefährten Don zum frühen Abendessen zu treffen. Wir werden morgen zusammen gehen und mein Blues wird dann ein Ende haben. Mein gestriger Blues – Post hat allerdings ein „silver lining„, wie es im englischen Raum heißt : er hat viele FreundInnen zuhause zu einer Nachricht an mich bewegt- was mein einsames Herz sehr froh gestimmt hat und mich tief dankbar macht. Manchmal hilft ein kleines liebes Wort mehr als man glaubt. Ein positiver Effekt der sozialen Medien. Es ist, wie eine alte Freundin mich heute erinnert, so:

„Nous n‘ habitons pas des régions. Nous n‘ habitons même pas la terre. Le coeur de ceux que nous aimons est notre vraie demeure.“ (C. Bobin)

Frei übersetzt: Wir bewohnen keine Regionen, noch nicht einmal die Erde. Unser wahrhaftiger Wohnort sind die Herzen derer, die uns lieben. JedeR PilgerIn fühlt sich irgendwann auf dem Weg einsam, verletzt, orientierungslos, schwach und durcheinander. Dann sollten wir eine Pause einlegen und lieb zu uns sein wie zu einem guten Freund oder einer guten Freundin.

Geschwollene Füße hoch und tief atmen, dabei 3x wiederholen: „Alles ist gut. Ich bin hier. Ich bin im Vertrauen und öffne mich.“

Noch eine Lektion, die ich begriffen habe – Hippie – Zarah kann es nicht lassen:

Auch wenn ihr den alten Grinse- Zausel hier nicht als spirituellen Führer anerkennt, die Botschaft ist kaum zu verleugnen.

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